Workshop: Professionelle DVDs erstellen durch digitalen Satellitenempfang

Seit Mitte bis Ende der 90er Jahre nun gibt es sie schon, die DVD (Digital Versatile Disk). Lange Jahre stellte sie einen Luxusartikel dar und niemand, der nicht eingefleischter Hollywood-Fan und Geld für die besondere Art von Unterhaltung hatte, sah sich genötigt in diese Technik einzusteigen. Der Boom kam erst, als die DVD-Player so billig wurden, dass sie den normalen VHS-Geräten gleichauf waren. Gleichzeitig wurden immer mehr Filme auf DVD verbannt und die DVD zog auch in die Videotheken ein. Mittlerweile bietet sich dem Heimanwender selbst die Möglichkeit eigene DVDs zu brennen. Entweder mittels DVD-Rekorder oder Brenner im PC. Welche Vor- und Nachteile beide Techniken haben, möchte ich im Folgenden darstellen.
Eines ist sicher, die Zeit der VHS dürfte wohl fast abgelaufen und die DVD wohl trotz aller Gerüchte um Nachfolger wie HD-DVD das Medium der Zukunft sein.
Die VHS hatte sich seit den 80ern über eine sehr lange Zeit durchsetzen können und bewährt sich noch bis heute, dank hoher Qualität der VHS-Rekorder und -Bänder.
Doch einiges spricht zum Wechsel zur DVD:
Nichts desto trotz birgt die DVD auch grundsätzliche Nachteile:
Zusammenfassend ist die DVD anders zu handhaben als VHS um ein hohes Maß von Qualität zu erzielen:
Glücklicherweise verstehen sich die meisten der Hinweise schon von selbst.

Im folgenden möchte ich einen kleinen Überblick über die bei DVD verwendete Technik geben. Video- und Audiodaten werden nach derzeitigem Stand im MPEG 2-Verfahren komprimiert. MPEG beruht auf dem Prinzip, dass der Bildinhalt nicht zu jeder Zeit ändert und bestimmte Informationen deshalb nicht erneut abgespeichert werden müssen. Zur Veranschauung eine stillstehende Kamera und ein statischer Hintergrund, der einzige sich bewegende Teil des Bildes ist ein Vogel. In diesem Fall bleibt die Information über dem statischen Bildinhalt über die länge der jeweiligen Szene gleich und muß nur einmal gespeichert werden.
Ein weiteres Verfahren ist, dass das Bild oftmals grobe Flächen (z.B.) blauer Himmel aufweist. Bei MPEG wird das Bild in 8x8 Pixel große Raster aufgeteilt. Ist der Bildinhalt, Farbe usw. darin gleich, so wird stellvertretend für jeden der 64 Pixel innerhalb der 8x8 Zelle diese einen Information gespeichert. Ein anderes Verfahren beruht darauf, dass der Mensch nur 24 Bilder pro Sekunde wahrnehmen kann und bestimmte schnelle Bewegungen nur verschwommen wahrnimmt. MPEG macht sich das zunutze und reduziert bei schnellen Bewegungen die Genauigkeit der Enkodierung. Es gibt noch eine Reihe von weiteren Möglichkeiten, Bildinformationen zu komprimieren.
Die Audiodaten reduziert MPEG nach ähnlichen Prinzipien. Töne, die aufgrund der Lautstärke von anderen übertönt werden, speichert MPEG nicht ab, da das Ohr es nicht wahrnehmen würde. Töne, die sich über einen zeitraum nicht ändern werden deshalb auch nicht wieder neu abgespeichert, sondern nur einmal.
Üblicherweise werden bei MPEG die Video- und Audiospuren getrennt verarbeitet. MPEG-Daten werden durch die Datenrate gekennzeichnet. Dies gilt sowohl für den Videostrom als auch den Audiostrom. Bei einer DVB-Satellitenübertragung liegen diese je nach verfügbarer Transponder-Bandbreite (davon hängt die Datenrate des Gesamttransportstromes pro Transponder ab) und Anzahl der bisher übertragenen Datenkanäle (Fernsehkanäle) innerhalb dieses Transponders zwischen 2 Mbit/s (schlechte Qualität) und 6 Mbit/s. Bei den Audiodaten üblicherweise bei 192 kbit/s. Eine Standard-DVD, die im Laden als "James Bond" verkauft wird hat beim Videostrom eine Datenrate von ca. 8 Mbit/s und eine Audiodatenrate von bis u 384 kbit/s. Das Videoformat sowohl einer DVD- als auch DVB-Sendung ist wie erwähnt MPEG 2 mit einer Größe von 720x576 Pixel.
Daraus läßt sich feststellen, dass DVB-Sendungen mit dem DVD-Standard einigermaßen kompatibel sind.

Die quantitativen Aussagen über DVB- und DVD zeigen natürlich, dass die Spielfilm-DVDs zwar in der Lage sind, höhere Qualität zu liefern, als das digitale Fernsehen über Satellit. Meine Erfahrung zeigt aber, dass die Unterschiede nicht gravierend sind, und mit dem bloßen Auge nur für einen geschulten Beobachter erkennbar sind. Hinzukommt, dass der normale Röhrenfernseher durch die geringere Zeilenauflösung kleinere Qualitätseinbußen kaum zum Vorschein bringt. Diese fallen wie erwähnt einem geschultem Auge am PC-Monitor eher auf. Die Qualität am PC läßt sich bei der Verwendung einer sogenannten DVB-S-Karte am besten Veranschaulichen, da das gesamte Signal zwischen dem Sendestudio und dem PC nirgendwo in analoge Form und zurück umgewandelt wurde, also keine Qualitätseinbußen enstehen.
Es ist aber grundsätzlich noch zu unterscheiden zwischen folgenden Eigenschaften der Fernsehprogramme, die durch den jeweiligen Sender selbst durch technische Maßnahmen bestimmt werden:
  1. die Bildqualität, Sättigung und Grundschärfe
  2. die Datenrate der Fernsehsender
Bei deutschen Fernsehsendern (digital) habe ich folgende Erfahrung gemacht:
Das ZDF stellt in puncto Bildqualität und Datenrate den Spitzenreiter dar. Auch die Sender der RTL- und ProSiebenSat1-Gruppe haben eine sehr gute Bildqualiät. Das Programm "Das Erste" mangelt zwar nicht an Bildqualität, vielmehr jedoch an verringerter Datenrate, da über die ARD-Transponder sehr viele andere (dritte) Programme übertragen werden. Besonders bei Sportsendungen mit rascher Bewegung fallen dann diese typischen Artefakte auf (klötzchenförmige Unschärfe). Spitzenreiter in puncto Bildqualität machen bei der ARD selbst aber NDR, MDR, RBB und HR, die nach zuverlässigen Informationen aber digital via Glasfaser zu den Satellitenuplinks nach Potsdam bzw. Frankfurt übertragen werden. Alle anderen dritten Programme (WDR, BR, Br-alpha) werden in Frankfurt als Re-Uplink des analogen Signals digitalisiert. Diese Tatsache soll sich laut ARD-Technik aber in den kommenden Jahren ebenfalls ändern. An solchen Gegebenheiten leitet sich die Bildqualität der jeweiligen Sender ab.
Miserable Ergebnisse in Sachen Bildqualität machen n-tv, Viva, Viva Plus, MTV und MTV 2 Pop. Bei diesen Sendern wird ebenfalls das analoge Satellitensignal aufgefangen und digitalisiert wieder zum Satelliten gesendet. Bei diesen Beispielen fallen besonders die Unschärfe sowie Interferrenzstreifen im digitalen Bild auf, was nur auf eine analoge Zwischenstrecke hindeuten läßt. Desweiteren sind die Farbflächen nicht satt und einheitlich.
Am folgenden Beispielbildern möchte ich den Qualitätsunterschied zwischen n-tv und ZDF deutlich machen. Die JPG habe ich dafür mit geringster Kompression agespeichert damit die Artefakte der MPEG-Komprimierung am besten zu sehen sind.
 
ZDF:


n-tv:


Das Erste (normal):


Das Erste (schnelle Bewegung):


Die folgenden Bilder zeigen nocheinmal den Qualitätsunterschied zwischen:
VHS-Video (Capure mit Hauppauge analoger TV-Karte)



DVB-Übertragung (Capture mit Technisat Skystar 2)



und DVD



Abschließend läßt sich nun sagen, dass DVB mit der DVD durchaus mithalten kann und sich die Aufzeichnung einer TV-Sendung auf DVD statt des Kaufs einer DVD durchaus lohnt. Als Resultat erhält man eine Aufzeichnung in Broadcast-Qualität also wiedersendefähige Aufzeichnung.

Es gibt nun drei gängige Möglichkeiten, um Sendungen mittels DVB-S auf DVD zu bannen:

a) DVD-Rekorder als Standalone-Gerät (Beistellgerät wie es der Videorekorder ist) mit dem Receiver (SCART-Kabel) verbinden und die DVD entsprechend der Bedienungsanleitung aufzeichnen.
b) DVD-Brenner und analoge Videocapturekarte im PC; Sat-Receiver wird (wie jede andere Signalquelle auch) mit Scart-Kabel->Cinch-Adapter an der PC-Karte angeschlossen
c) DVD-Brenner und digitale Satellitenkarte im PC; es wird lediglich das von der Außeneinheit kommende Kabel mit dem PC verbunden

bei a) und b) besteht normalerweise anschlußbedingt auch die Möglickeit der Verbindung mittels Antennenkabel (HF-Kabel). Davon rate ich jedoch dringend ab, da bei HF schon grundsätzliche Störungen vorhanden sind. Da die Möglichkeit einer besseren Signalübertragung über SCART-Kabel zur Verfügung steht, sollte diese auch verwendet werden. Hinzukommt, dass die HF/Antennenausgänge der Satellitenreceiver KEIN Stereo ausgeben! Dieses Problem war auch schon bei den Stereo-Videorekordern der Fall. SCART geht vor Antennenkabel!!!

Ich habe die Vor- und Nachteile zwischen a) b) und c) in folgender Tabelle zusammengefaßt:

A B C
Vorteile
  • relativ einfache Installtion und Verkabelung der Komponten
  • einfaches Erstellen von DVDs ohne viel Detailwissen
  • DVD-Rekorder bietet hervorragende Funktionen zur timergesteuerten Aufzeichnung bei Abwesenheit
  • schnelles Erstellen von Menüs und Vorlagen
  • Standalone-Geräte sind universell einsetzbar (Plug and Play)
  • geringster Stromverbrauch
  • Aufzeichnung von Pay-TV-Programmen mit D-Box und Rekorder möglich

  • preisgünstiges Verfahren
  • Aufzeichnung von Pay-TV-Programmen mit PC-DVD-Brenner möglich
  • Anwendung zusätzlicher Filter in Capturesoftware möglich (Virtualdub) 
  • unübertreffliche Aufnahmequalität, da keine analoge Zwischenstrecke
  • Aufzeichnung per Knopfdruck in der Viewer-Software
  • Aufzeichnung erfolgt direkt als MPG-Datei
  • relativ preisgünsiges Verfahren
  • viele Einstellmöglichkeiten für versierte Anwender
  • Schneiden der Videodateien unbegrenzt möglich
  • Spielfilme werden auch progressiv aufgezeichnet
Nachteile
  • die Anschaffungskosten liegen für DVD-Rekorder derzeit noch sehr hoch
  • die Aufzeichnungsqualität wird durch die analoge Signalstrecke (SCART/HF-Kabel) wieder gesenkt
  • Spielfilme (progressiv) werden durch den Sat-Receiver interlaced dargestellt
  • der versierte Anwender ist an die Möglichkeiten des Rekorders begrenzt
  • viele Rekorder bieten keine Schneid-Funktionen (Werbung entfernen usw.)
  • falsche Einstellungen der Interlacing-Parameter können zu ruckeligen Fernsehbildern führen
  • es ist mindestens eine Probe-DVD nötig um die beim Capturen festgelegten Farb-, Kontrast- und Helligkeitswerte richtig zu finden
  • falsche Einstellungen der Interlacing-Parameter können zu ruckeligen Fernsehbildern führen
  • PC weißt vergleichsweise hohen Stromverbrauch auf
  • die Aufzeichnungsqualität wird durch die analoge Signalstrecke (SCART/HF-Kabel) wieder gesenkt
  • Spielfilme (progressiv) werden durch den Sat-Receiver interlaced dargestellt
  • Aufzeichnung der Capturekarten erfolgt überwiegend noch in AVI (hoher Festplattenspeicherbedarf)
  • Avi-Dateien müssen finalisiert werden, ansonsten sind sie nicht mehr lesbar
  • sehr hoher Zeitaufwand (Umwandlung der AVI-Daten in MPEG, Schneiden, Bearbeiten mit DVD-Editor usw.)
  • derzeitige Capture-Tools bieten keine Timer-gesteuerte Aufzeichnung
  • PC weißt vergleichsweise hohen Stromverbrauch auf
  • Zeitaufwand höher als bei a (Bearbeitungszeit für Schneiden der MPG-Dateien und DVD-Brennen)
  • Aufzeichnungen bei Abwesenheit sind schwierig zu realisieren (PC braucht eine Schaltuhr), viele Viewer-Programme bieten aber Timer- und Herunterfahrfunktionen
  • Aufzeichnungen von Pay-TV sind nicht zu realisieren, wenn die DVB-S-Karte kein Common-Interface besitzt

Da die Verfahrensweise nach Variante A so einfach ist, möchte ich nicht extra darauf eingehen.

Ich selbst brenne DVDs nach Variante C, sofern die Programme unverschlüsselt sind. Die Verfahrensweise ist je nach Anwenderbetrachtungsweise einfach bis schwierig bzw. schnell bis langwierig. Zeit geopfert muß:
  1. für das normale Aufzeichnen (man kann aber nebenbei andere Dinge am PC erledigen)
  2. dem Sortieren der MPG-Videodateien (damit der DVD-Platz möglichst sinnvoll ausgenutzt wird)
  3. dem Herausschneiden von Werbung und Zurechtschneiden des Anfangs und Endes (Dauer etwa 5-15 Minuten)
  4. dem DVD-Authoring (Erstellen von Menüs und Kapiteln (1. Stunde)
  5. dem DVD-Brennvorgang (15-30 Minuten)
Meine Ausführungen beziehen sich auf die DVB-S-Karte Skystar 2 von Technisat, welche für 50 Euro erhältlich ist. Als Betrachtungs / Viewersoftware ist "DVB-Viewer" geeignet, welches der PC-Karte als Software beiligt. Das Programm selbst ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig, bietet aber sehr gute Funktionen der Timergesteuerten Aufzeichnung und des automatischen Herunterfahrens des PCs. Es muß nur eine Möglichkeit gefunden werden, den PC timergesteuert einzuschalten. Für Bastler und Freaks sollte es jedoch keine Schwierigkeit sein, eine Schaltuhr an den PC zu schalten, und das Programmsymbol von "DVB-Viewer" in die Autostart-Gruppe von Windows zu kopieren.



Den Timer kann man entweder per Direkteingabe der Sendedaten in das Menü "Rekorder-Programmierung" stellen. Was bei DVB-Viewer kompliziert gemacht wurde, ist die Programmnummer. Günstig ist es, als erstes das Programm in der linken Spalte auszuwählen und anschließend die Zeiten einzutragen.



Eine andere Möglichkeit ist, aus dem EPG-Menü die Sendung auszuwählen und den Button "Sende an PVR" zu drücken. Ich empfehle aber im Rekorder-Menü die Werte zu kontrollieren und die Zeitspanne etwas zu erhöhen, damit der Anfang und das Ende der Sendung auch vollständig ist.





Natürlich kann man auch einfach per Tastendruck "R" die Aufzeichnung starten und beenden. Das gleiche tut auch der Rote Button in der Menüleiste des Programms. Die Aufzeichnung von Spielfilmen erfordert etwa 2-5 GB (das hängt von der vom Sender verwendeten Bitrate ab). Man sollte also eine große Festplatte verwenden. Richtig Spaß macht es erst ab 100 GB. D.h. man kann einige Filme ersteinmal auf Festplatte belassen, bevor man sie brennt. Das erleichtert dann das Sortieren und Finden eines passenden Films, damit die DVD gut voll wird. Dabei schließt sich gleich ein Problem an, welches Microsofts Windows verursacht. Unter dem bei Windows 98 verwendeten FAT32 Dateisystem kann eine einzelne Datei nicht größer als 4 GB sein. Der Viewer dürfte an dem Punkt abstürzen, wenn der Film gerade seinen Höhepunkt erreicht. Ausweg ist, die Festplatte entweder neu zu formatieren, und zwar in NTFS, oder man teilt die Festplatte gleich in mehrere Partitionen auf und behandelt eine Partition (die dann NTFS ist) ausschließlich als Video-Partition. Dieses Laufwerk muß dann in den Einstellungen von DVB Viewer noch eingetragen werden! Dies bietet zum einen Sicherheit und belastet andere wichtige Daten nicht mit Fragmentierung. Fragmentierung ist die physische Zerstückelung von Dateien auf verschiedenene Bereiche der Festplatte. Bei der "Videopartition" dürfte sich schnell ein hoher Fragmentierungsgrad einstellen. Es ist jedoch nutzlos die Windows-Defragmentierung zu verwenden, da diese mit sehr großen Dateien nicht zurechtkommt. Desweiteren stellt sich die Fragmentierung sehr schnell wieder ein.



Bei Schritt 3 also dem Schneiden verwende ich die MPEG-Schnittsoftware "TMGEnc MPEG Editor" von Pegasys. Dieser Schritt kann aber auch übersprungen werden, denn bei Schritt 4 hat man auch noch einmal die Möglichkeit zum Schneiden. Im MPEG-Editor wählt man zunächst "Start new project" und dann "Add file" und sucht sich die MPG-Datei heraus.



Im nächsten Fenster sieht man eine Vorschau und einen Schieber. Diesen Schieber setzt man an genau das Frame(Einzelbild), an dem der Film beginnt und wählt dann den Button "Set as end frame" und dann "Cut". Ähnlich macht man das mit dem Ende: Schieber an das letzte Frame des Films, "Set as start frame" und dann "Cut". Werbung schneiden: Schieber an das erste Frame der Werbung, "Set as start frame", Schieber an das Ende der Werbung, "Set as end frame", "Cut".



Wenn alles zurechtgeschnitten ist, wählt man "OK" und dann "Output". Bevor man auf "Start output" klickt, wählt man die Zieldatei aus, diese sollte entsprechend in einem anderen Ordner sein als die Ausgangsdatei. Bei "Output setting" sollte, falls möglich "DVD Video file" aktiviert werden. Bei "Aspect-Ratio" wird das Seitenverhältnis entsprechend des Films eingetragen werden.



Vorsicht: 16:9 trifft nur bei einigen Filmen der ARD/ZDF zu, bei denen das Bild in der Vertikalen auseinandergezogen wird, um maximale Auflösung zu erhalten. Wenn schwarze Balken im Bild zu sehen sind, heißt dies noch nicht, dass der Film in 16:9 ausgestrahlt wurde!!! Der Schiebregler Quality hat nach meiner Erfahrung keine Auswirkung auf die Zielvideogröße und Qualität. Der Outputvorgang dauert je nach PC etwa 10 Minuten. Das Ergebnis sollte man sich nochmal ansehen, bevor man die Ausgangsvideodatei löscht.



Für den nächsten Schritt verwende ich "TMPGEnc DVD Author" ebenfalls von Pegasys. "Nero Vision Express", "Ulead Video Studio", etc. können das gleiche. Grundprinzip ist, dass man zunächst die Titel der DVD erstellt und dort die MPEG-Dateiein einfügt. Bei den MPG-Dateien meckert die Software sehr oft wegen einer zu hohen Bitrate. Dies ignoriert man einfach (falls möglich), es gibt mit modernen DVD-Playern keine Probleme wegen dieser Bitraten.





Je nach Software hat man bei den nun folgenden Optionen ebenfalls nochmal die Möglichkeit zum Scheiden. Wenn gewünscht fügt man an bestimmten Stellen noch Kapitel (Chapter) ein.



Anschließend werden die Menüs erstellt.



Dann wird noch ein Ziel-Ordner für die DVD-Dateien vom Benutzer verlangt. Diese Dateien legen wir zunächst auch in einen beliebigen Ordner der Festplatte (Videopartition). Üblicherweise macht das Authoring-Programm von selbst innerhalb von 15 bis 30 Minuten. Das Authoring-Programm legt dort die Ornder "VIDEO_TS" und "AUDIO_TS" an. Diese sollten nicht umbenannt werden. Auch die die *.vob und *.ifo-Dateien sollten nicht verändert werden.



Der letzte Schritt ist das Brennen dieser beiden Ordner auf die DVD. Dazu kann man Nero o.ä. verwenden.



Nero Exress erledigt das mit einigen Schritten in einer Art Wizard.



Oftmals kann man noch die Brenngeschwindigkeit auswählen. Hier muß man entscheiden: je schneller gebrannt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit des Einschleichens von Fehlern. Als DVD-Medium gibt es die + und - Medien. Sofern man einen Brenner hat, der Multiformat unterstützt und einen DVD-Player hat, der beide Formate lesen kann, ist es eigentlich egal.



Nero bietet die Möglichkeit einer Datenprüfung im Anschluß an den Brennvorgang. Der sollte vielleicht bei den ersten selbst gebrannten DVDs verwendet werden.
Je nach Geschwindigkeit dauert der Brennvorgang etwa 15-30 Minuten. Dann ist die DVD fertig.

Wenn die DVD in den Player gelegt wird, erhält der MPEG 2-Decoder im Player die gleichen Daten, wie der MPEG 2-Decoder des Satellitenreceivers. Diese Methode ist somit die leistungsfähigste aller Varianten.


Bilder: © Steve Kaiser (Screenshots),  United Artists (James Bond-DVD)