Satlikon

Begriffe von A bis Z. Mein Lexikon zum Thema Satelliten Kommunikation und Raumfahrt. Wird noch vervollständigt. © Steve Kaiser.
A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, X, Y, Z
22kHz:
ist ein Schaltsignal, dass bei analoger Technik für die Umschaltung zwischen lediglich zwei Satellitenpositionen diente, nun aber zur Umschaltung zwischen Low- und Highband beim Digitalempfang; ein Toneburst-Signal mit einer Frequenz von 22000 Hz wird im Receiver erzeugt, über die Koax-Leitung geleitet und dann von einem 22kHz-Umschalter abgegriffen, um dann die nötigen Umschaltungen vorzunehmen

A
Actuator:
ist ein Schubstangenmotor, der Satellitenantennen mit Polarmounthalterungen drehen kann; der Actuator wird mit einem Steuergerät (Positionierer) oder speziellen Receivern mit integriertem Positionierer verbunden; die Stärke von Aktuatoren wird mit Zoll angegeben, wobei für große Antennen ein hoher "Zoll-Wert" verwendet werden sollte; im Actuator befinden sich zwei Motoren, der eine ist für das Einfahren der andere für das Ausfahren der Schubstange zuständig

ADR:
siehe ASTRA Digital Radio

Analogreceiver:
siehe Satellitenreceiver

Apogäum:
so bezeichnet man den erdfernsten Punkt einer Erdumlaufbahn

Ariane
Die europäische Trägerrakete Ariane wird von Kourou in Französisch Guyana aus gestartet und ist die erfolgreichste der Welt, um Satelliten ins All zu befördern. Am Bau sind viele europ. Staaten beteiligt. Aktuelle Version ist die Ariane 5, die die derzeit noch startende Ariane 4 ersetzen wird.

ASTRA
Ein Satellitensystem, das europaweit Fernseh- und Radioprogramme aber auch Multimediadienste verbreitet und zwar sowohl im analogen als auch im digitalen Verfahren. ASTRA wird von der Société Européenne des Satellites S.A. (SES) aus Luxemburg betrieben, und erreicht ca. 80 Millionen Haushalte. Zum Empfang der ASTRA-Satlliten ist eine Satellitenantenne und ein Satellitenreceiver notwendig.

ASTRA-Digital-Radio (ADR):
wurde von SES zum ersten Mal auf der Internationalen Funkausstellung 1995 vorgestellt und dient zur digitalen Verbreitung von Hörfunkprogrammen auf einem analogen ASTRA-Transponder; ist nicht mit DVB kompatibel and ist deshalb auch nicht mehr zukunftssicher; ADR bietet ca. 80 Programme in CD-Qualität; für den Empfang sind spezielle ADR-Receiver notwendig; ADR ist dennoch nicht mehr zukunftsträchtig, da die analogen Transponder spätestens 2010 abgeschaltet werden

Astrium:
der führende europäische Satellitenhersteller; ging 2000 aus Daimler Chrysler Aerospace, Matra Marconie, Aerospatial, ua. hervor; Astrium stellt alle Arten von Satelliten aber auch die Trägerrakete Ariane her

Aufklärungssatelliten:
siehe Satelliten

Ausleuchtzone:
wird auch als Footprint oder Beam bezeichnet; ist das Gebiet auf der Erde, welches ein Satellit vergleichbar mit dem Strahl einer Taschenlampe abdecken kann; im Zentrum ist das Signal sehr stark zu den Rändern wird es schwächer, wodurch größere Satellitenantennen erforderlich sind; außerhalb der Ausleuchtzone kann ein Satellit nich empfangen werden, selbst nicht mit größten Schüsseln; Ausleuchtzonen werden beim Satellitenbau vom Betreiber bestimmt, und ergeben sich aus der Form und Lage der Antennenreflektoren und der Sendeeinheiten am Satellitenrumpf; desweiteren können Satelliten auch steurbare Antennreflektoren besitzen um spezifische Gebiete zu erreichen, die vor dem Start eines Satelliten noch nicht feststehen.

Außeneinheit:
...einer Sat-Anlage besteht aus Satellitenschüssel und einem oder mehreren LNB

AZ/EL-Halterung
ist die für übliche Offsetspiegel am häufigsten verwendete Halterung, um diese Antennen auf zwei Ebenen ausrichten zu können; auf der Antennenrückseite findet man eine Skala zum Einstellen der Elevation; das Azimut muß man mit Hilfe eines Kompasses einstellen; für jeden Satelliten gibt es unterschiedliche AZ/EL-Werte, sodass sich eine AZ/EL-Halterung zum häufigen Wechseln der Satellitenposition nicht eiget, da hier jeweils immer AZ und EL neu ausgerichtet werden müssen; für häufiges manuelles oder auch motorisiertes Drehen eignen sich Polarmounthalterungen

Azimut =AZ
ist die Einstellposition einer Satellitenantenne auf der horizontalen Ebene; das Azimut wird mit Gradzahlen angegeben wobei dem Süden 180°, dem Norden 0°, dem Westen 270° und dem Osten 90° zugewiesen wurde; das Azimut einer bestimmten Satellitenposition richtet sich nach der geografischen Lage des Standortes; das Azimut kann man aus speziellen AZ/EL-Tabellen entnehmen oder mit Hilfe von Computerprogrammen leicht berechnen

B
Bake:
ist ein System eines Satelliten, welches die Bakenfrequenz aussendet; die Bakenfrequenz auch als Lebenspiepser bezeichnet, dient zur Verfolgung des Satelliten auf seiner Orbitposition und ist auch das erste Signal, das ein Satellit kurz nach seinem Start zur Erde sendet

Beam:
siehe Ausleuchtzone

BetaCrypt:
ist eine Codierungsnorm zum verschlüsseln von digitalen Programmen insbesondere Premiere World und ORF; zum Entschlüsseln benötigt man ein BetaCrypt-CAM, die zur Zeit noch produziert werden; BetaCrypt wurde von der BetaResearch entwickelt (Kirch Gruppe)

Boeing Satellite Systems (BSS):
ist der amerikanische Satellitenhersteller, der seinen Sitz in El Segundo Kalifornien hat; ist einer der führenden Hersteller von Satelliten auf der Welt und hieß bis Herbst 2000 Hughes Space and Communications; Hughes hat die ersten Satelliten überhaupt hergestellt z.B. INTELSAT I; heute vertreibt Boing 3-Achsen-stabilisierte Satelliten z.B. HS 601 und der neu und sehr schwere HS 702 aber auch zylindrische Satelliten wie z.B. HS 376 usw.

BSS-Band:
so wird der Frequenzbereich von 11,7 GHz bis 12,5 GHz bezeichnet

C
CAM:
=Conditional Access Module; wird in das CI(Common Interface) eines Digitalreceivers gesteckt und dient zur Entschlüsselung von codierten Programmen; für jede Codierungsnorm gibt es ein eigenes CAM zum Beispiel ViACCESS, Irdeto, Cryptoworks, Conax, etc., dadurch können die Signale aber immer noch nicht entschlüsselt werden, man braucht vom jeweiligen Programmanbieter eine Smartcard, die dan wiederum in das CAM eingeschoben wird wobei dann das Programm erst entschlüsselt wird; das CI kann man mit einem Tor vergleichen, das CAM als Schlüsselloch und die Smartcard als Schlüssel

C-Band:
Satellitenfrequenzband von 3 bis 4 GHz; wird besonders in feuchten Erdgebieten angewandt (Mittelamerika, Südasien, Indonesien, usw.), da dieses Band weniger auf Regen anfällig ist wie z.B. das Ku-Band; es sind in der Regel sehr große Satellitenschüsseln notwendig (ab 1,50 m Durchmesser); um gute Empfangsqualität zu erreichen mind. 3,4 m; Satelliten-DXer schätzen dieses Frequenzband

CI:
=Common Interface; ist ein Schacht im Digitalreceiver, der die Aufnahme von CAMs ermögicht, dient letztendich zur Entschlüsselung von Programmen; FTA-Receiver bieten kein CI, da FTA-Receiver nur für den Empfang der freien, kostenlosen Programme ermöglichen

CODFM:
ist eine digitale Frequenzmodulation nach DVB-Standard; wird bei terrestrischen Übertragung verwendet; ist eine Kombination aus QAM und QPSK

Corotor:
ein spezielles Feedhorn, welches den gemeinsamen Empfang von C- und Ku-Band ermöglicht; nur mit einer Parabolantenne einsetzbar; enthält Polarizer; es enthält zwei Flansch - eins fürs Ku-Band-LNB das andere fürs C-Band LNB

Crimp-Stecker:
ähnlich wie F-Stecker, wird aber mit Crimp-Zangen auf das Kabelende aufgeklemmt; bietet dadurch stabilen Halt
D
Decoder:
dient zur Entschlüsselung von verschlüsselten bzw. codierten analogen Satellitensignalen

Dipol:
ist die einfachste Antennenform; in einem Dipol werden elektromagnetische Wellen in einen elektrischen Strom umgewandelt; die länge des Dipols ist allgemein halb so groß, wie die Wellenlänge, die man empfangen möchte

Downlink:
ist die Abwärtsstrecke zum Satelliten; Up-und Downlinkfrequenzen sind bei heutiger Technik in verschiedenen Frequenzbereichen, um Interferenzen zu vermeiden

DVB:
=Digital Video Broadcasting; internationale Norm zur Übertragung von digitalen TV- und Radioprogrammen, Komprimierungsstandard ist MPEG 2; DVB-S (Satellit), DVB-T (terrestrisch), DVB-C (Kabel)

DVD:
=Digital Versatile Disc; ist ein im Vergleich zur CD höher entwickeltes optisches Speichermedium, deren Strukturen noch kleiner und teilweise auf zwei Ebenen (double layer) verteilt angeordnet sind; mit den über 4.7 GB Speichervolumen reichen DVDs zum Abspeichern von Fernsehdaten in Spielfilmlänge in der Komprimierung MPEG 2 aus; in Entwicklung sind HD-DVDs, die mit 40 GB für qualitativ noch höhere Bilder geeignet sind

Digitalreceiver:
siehe Satellitenreceiver

DiSEqC (=Digital Satellite Equipment Control):
Eine Erweiterung des Toneburst-Siganls, um neben der Frequenzbandumschaltung zwischen Low und High auch die Satellitenpositionsumschaltung zu gewährleisten; es gibt unterschiedliche DiSEqC-Umschalter sowie Arten von DiSEqC-Tauglichkeiten:
Simple DiSEqC:
Lediglich Schaltkriterium zum Umschalten zwischen zwei Satelliten
DiSEqC 1.0:
Schaltkriterium der Position A und B sowie jeweils der Option A und B; dadurch kann zwischen vier Satellitenpositionen umgeschalten werden (d.h. vier Sat-Schüsseln)
DiSEqC 1.2:
Zusätzlich kann man hier sogenannte DiSEqC-Motoren steuern, ohne das extra Leitungen gelegt werden müssen
DiSEqC 2.0:
Es stehen unzählige Befehle zur Verfügung, sodass Außeneinheit und Receiver sozusagen miteinander "kommunizieren" können
Wichtig ist es beim Kauf auf das entsprechende DiSEqC-Logo zu achten; DiSEqC wurde u.a von Eutelsat entwickelt

Direct-To-Home (DTH):
siehe Direktempfang

Direktempfang:
so bezeichnet man den Satellitenempfang mit einer eigenen individuellen Satellitenantenne; wird von SES auch als Direct-To-Home bezeichnet

Dual LNB:
LNB

DX:
=Distance X; so wurden früher Radioenthusiasten genannt; heute sind DXer Personen, die eine sehr große Satellitenantenne haben und damit den gesamten Satellitenhimmel abscannen, auf der Suche nach fremden Programmen, Feeds etc.

E
EBU
European Broadcasting Union, ist die europäische Rundfunkgemeinschaft; wurde in den 50er Jahren gegründet und verwaltet gemeinsame Senderechte und Ereignisse z.B. Sport, Nachrichten usw.; bekannt auch als Eurovision

Elevation =EL
ist die vertikale Einstellebene einer Satellitenantenne; die Elevation auch Höhenwinkel genannt wird mit Gradzahlen angegeben; die Elevation richtet sich auch wie das Azimut nach der geografischen Lage des Standortes; die Elevation kann man aus speziellen AZ/EL-Tabellen entnehmen oder mit Hilfe von Computerprogrammen leicht berechnen

Empfänger:
siehe Satellitenreceiver

EPG:
electronic programme guide / elektronischer Programmführer; ist ein Zusatzdienst der über DVB ausgestrahlt wird und enthält je nach Pflege des Programmanbieters eine mehr oder minder gute Programmzeitschrift, die man über die Fernbedienung des Receivers aufrufen kann

Eutelsat:
erster (staatlicher/französischer) europäischer Satellitenbetreiber; wurde Anfang der 80er gegründet und 2000 privatisiert; betreibt über 20 Satelliten der Eutelsat-Flotte z.B. Hotbird, die W-Serie, Telecom, Atlantic Bird, Eurobird, Sesat, Kopernikus, usw.

F
FEC:
forward error correction, ist eine im digitalen Datenstrom zusätzlich eingebaute Redundanz, um Fehler bei der Verarbeitung von Satellitensignalen zu minimieren; es gibt folgende FEC-Verhältnisse nach dem Reed-Solomon-Verfahren: 1/2, 2/3, 3/4, 5/6, 7/8

Feed:
Für diesen Begriff gibt es im Satellitenbereich mehrere Deutungen:
1. Feedarm bei einer Satellitenantenne ist die längliche Halterung des LNBs
2. Feedhorn ist ein Bestandteil des LNBs, in das die Satellitensignale eintreten; meist trichterförmiger Aufbau mit Rillen im Inneren; es gibt Feedhörner für die jeweilen Spiegelarten wie Offsetfeedhorn, PFA-Feedhorn, C-Band-Feedhorn, Corotor etc.
3. Übertragungskanal, der beim Satelliten für sporadische Übertragungen von Punkt zu Punkt dienen; für Nachrichtenübertragungen; Korrespondenzverbindungen; Übertragung von Sportereignissen etc., Überspielung von Programmen zwischen den Kontinenten, welche roh vorliegen und oftmals nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind

Festplattenreceiver:
ist ein digitaler Satellitenempfänger mit eingebauter Festplatte und bietet die Möglichkeit des Aufzeichnens und zeitversetzten Fersehens (Timeshift)
Frequenz:
ist die Häufigkeit, wie oft pro Sekunde ein elektrischer Strom seine Richtung ändert; Angabe in Hertz (Hz); bei Ku-Band-Satelliten spricht man von Frequenzbereichen, die zwischen 10.7 und 12.75 GHz liegen

Flachantenne:
siehe Satellitenantenne

Flansch:
ist ein Verbindungsstutzen zwischen bestimmten LNBs und Feedhorn; Charackterisiert durch mehrere Schrauben; ist aber in seltensten Fällen vorhanden

Fischchen:
werden auch als Spikes bezeichnet; sind Bildstörungen, die beim analogen Satellitenempfang auftreten können, wenn folgende Gründe vorliegen:
-die Schüssel ist zu klein ->größere Antenne besorgen
-es befindet sich ein Baum oder Haus unmittelbar vor der Schüssel
->Antenne an einem Ort installieren, bei der freie Sicht zum Satelliten gewährleistet ist
-die Schüssel ist falsch ausgerichtet ->Antenne genauer ausrichten
-es befindet sich Schnee auf der Schüssel ->Schnee mit Besen entfernen
-es regnet sehr stark ->Störungen treten dann nur bei schlechter
Ausrichtung auf -> Antenne genauer ausrichten oder größere Antenne besorgen
-das LNB ist falsch installiert -> LNB muß senkrecht bzw. der Markierung entsprechend befestigt sein
-das LNB hat einen Rauschfaktor über 1,4 dB -> gegen ein modernes LNB mit max. 1,0 dB austauschen
-dem Receiver wurden abweichende Frequenzen eingegeben -> Feinabstimmung durchführen
sollten diese Fehlerquellen beseitigt werden, dann steht dem Störungsfreien Sat-Empfang nichts mehr im Wege

Footprint:
siehe Ausleuchtzone

Free-To-Air:
Free-To-Air-Receiver sind Digitalreceiver, die ausschließlich unverschlüsselte (frei) und damit kostenlose Programme empfangen können

FSS-Band:
so wird der Satellitenfrequenzbereich von 10,7 GHz bis 11,7 GHz sowie 12,5 GHz bis 12,75 GHz bezeichnet

F-Stecker:
ist eine metallische Hülse und wird auf ein zurechtgeschnittenes Ende der Koax-Leitung geschraubt, wobei etwa 6 mm des Innenleiters durch die runde Öffnung des Steckers hervorstehen soll

FTA:
siehe Free-To-Air

G
Gemeinschaftsempfang:
wird so bezeichnet, wenn mindestens zwei Receiver an nur einer etwas größeren (z.B. 85cm) Satellitenschüssel angeschlossen werden, besonders vorteilhaft für Mehrfamilienhäuser oder Wohnblocks; Alternative zum Kabel, denn nur einmal Kosten für die Anschaffung; wird auch als SMATV (Shared Master Antenna Television = Gemeinschaftsatellitenempfang) bezeichnet; Einsatz von Multischalter erforderlich

geostationäre Umlaufbahn / GEO:
diese Umlaufbahn befindet 36000 km über dem Erdäquator und hat die besonderheit, dass die hier befindlichen Raumkörper genauso lange für eine Umdrehung brauchen, wie die Erde; dadurch scheinen die Satelliten von der Erde aus gehen am Himmel still also stationär zu stehen; diese Eigenschaft ist für das Satellitenfernsehen von großer Bedeutung, denn man braucht die Empfangsantenne nur einmal fest auf einen Satelliten ausrichten, aber dann nie wieder verdrehen; auf dieser Umlaufbahn befinden sich heute über 150 Satelliten

GTO:
= geostationary transfer orbit; nachdem Satelliten mit einer Ariane oder Delta, etc. gestartet wurden, befinden sie sich auf diesem Transfer-Orbit, dessen Perigäum bei wenigen hundert Kilometern und dessen Apogäum bei 36000 km liegt; nach ein paar Umrundungen zündet ein Triebwerk des Satelliten, wenn dieser sich genau im Apogäum befindet, wodurch der Satellit in den geostationären Orbit "katapultiert" wird

H
HDTV:
Highdefinition Television ist ein neuer Fernsehübertragungsstandard mit einer Auflösung von 1920x1080 Pixel im 16:9-Modus und bietet höhere Bildqualität als die herkömmlichen PAL/NTSC/SECAM-Normen; Der Ton wird in 5.1 Dolby ausgestrahlt; Nachteil ist die erheblich höhere Datenrate für einen TV-Kanal in HDTV: 20 Mbit/s statt der üblichen 5 Mbit/s

High-Band:
Ist ein Teil des Ku-Bandes und hat den Frequenzbereich von 11,70 GHz bis 12,75 GHz; wird von ASTRA zur Verbreitung von digitalen TV- und Radioprogrammen genutzt

Horizontal:
siehe Polarisation

Hughes:
siehe Boeing Satellite Systems

Hydrazin:
ist der häufig für Satelliten verwendete Treibstoff; der Vorrat an Hydrazin in den Treibstofftanks gibt die Lebensdauer von Satelliten an, die über 10 Jahre betragen kann; Hydrazin (korrekterweise Monomethylhydrazin) dient dazu, den Satelliten nach dem Start auf seine entgültige Position zu bringen, danach ist ein großer Teil verbraucht; der Rest ist für die In-Orbitmanöver nötig, die alle 3 Wochen stattfinden, um den Satelliten auf seiner geostationären Position zu halten, denn die Kräfte des Mondes und großer Gebirgsketten können diesen von seiner ursprünlichen Position allmählich wegziehen

I
Inclined Orbit:
wird auch Friedhofsorbit genannt; ist ein Orbit, der sich etwas über dem GEO befindet und dient dazu, alte Satelliten nicht unkontrolliert auf dem GEO zu belassen, um Crashs mit neuen Satelliten zu vermeiden; vom Inclined Orbit ist es aber immer noch möglich, Daten über Satelliten zu senden, denn deren Treibstoff ist zwar alle, aber die Elektronik funktioniert noch

Inline-Verstärker:
dient zur Verstärung eines schwachen Antennensignals; wird meißt kurz hinter dem LNB zwischen die Leitung installiert

Interferenzen:
sind Störeffekte, die beim Überlagern von Frequenzen/Wellen auftreten

Interlacing:
=Halbzeilenmodus; ist ein historisch bedingtes Verfahren zum Darstellen von Fernsehbildern in zwei Halbbildern. Zunächst werden beim Fernsehbild alle ungeraden Zeilen aufgebaut und dann im Wechsel die Geraden. Es entsteht somit ein "flüssigeres" Bild.

Irdeto:
ist eine Codierungsnorm zum verschlüsseln von digitalen Programmen; zum Entschlüsseln benötigt man ein Irdeto-CAM

J
K
Kaskade:
ein spezieller Multischalter, der das Signal zu weiteren Kaskaden durschleift; erforderlich ist ein Grundbaustein; dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten der Erweiterung einer Mehrteilnehmeranlage

Ka-Band:
ein Band, das noch in den Kinderschuhen steckt; von 29,50 GHz bis 30 GHz; wird von SES/ASTRA und Eutelsat für Zwei-Wege-Kommunikation genutzt

Klötzchen:
treten als Fehlerquelle beim Digitalempfang auf sind aber selten; Ursachen können die gleichen sein, wie bei den Fischchen beim Analogempfang; nebenbei treten in Form von fehlerhaften Bild aber auch Tonstörungen auf

Koax-Kabel:
wird bei der Fernseh- und Radiosignalübertragung verwendet; es enthält einen Innenleiter aus Kupfer und einen Außenmantel, der zur Abschirmung und Masseverbindung z.B. des Satellitensignals dient; beim Verwenden langer Koax-Leitungen treten Signalverluste auf, die mit Hilfe von Inline-Verstärkern wieder behoben werden können ansonsten treten Bildstörungen auf; an den Enden werden F-Stecker (Satellitenübertragung) angeschlossen

Kopfstation:
ist eine semi- bzw. professionelle Umsetzerstelle eines BK-Kabelnetzes, die Fernseh-/Radiosignale aus unterschiedlichen Quellen (Satellit, Richtfunk, Internet,...) empfängt und in einen jeweiligen Kabelkanal umsetzt

Ko-Positionierung:
findet dann statt, wenn mehrere Satelliten dicht beieinander auf der geostationären Umlaufbahn positioniert werden; Beispiel: das ASTRA-Satellitensystem auf 19,2° Ost besteht aus ca. 8 Satelliten, die sich alle in einem imaginären Kubus mit 70 km Seitenlänge befinden; dadurch kann der Zuschauer auf der Erde alle Satelliten, die sich innerhalb dieses Rahmens befinden empfangen; in der ASTRA-Bodenstation wird rechtzeitig angezeigt, wenn sich die Satellit untereinander zu Nahe kommen, in diesem Fall werden die bordeigenen Triebraketen gezündet, wodurch der Satellit in die richtige Richtung gelenkt wird; auch wenn sich ein Satellit aus diesem Kubus entfernt, werden diese Manöver gestartet; Ku-Band:
z.B. in Europa gebräuchliches Band von 10,70 GHz bis 12,75 GHz; z.B. für den Empfang von Eutelsat, ASTRA, Telecom, Türksat usw.

L
LEO:
= low earth orbit; ist eine wie der GEO eine Kreisbahn um die Erde, dessen Höhe aber weniger als 36000 km beträgt; der Satellit dreht sich hier schneller um die Erde als die Erde sich um ihre eigene Achse dreht; auf diesem Orbit befinden sich keine Telekommunikations- bzw. Fernsehsatelliten, da man hier die Sat-Schüssel ständig nachdrehen müßte; der LEO wird aber von einigen Mobilfunksatelliten zur "Heimat"; LEOs können sich sowohl äquatorial befinden aber auch auf einer polaren Bahn

Levelmeter:
ist ein Pegelmeßgerät und dient zum leichten Ausrichten der Antenne; bei hohem Pegel (gutem Signal) schlägt der Anzeiger weit aus

LNB
= Low Noise Block Converter; wird auch LNC genannt; ist die Empfangseinheit, die am Feedarm der Satellitenschüssel befestigt wird. Wird mit einem Koax-Kabel mit dem Satellitenreceiver verbunden; LNBs setzen die Downlinkfrequenz des Satelliten in die Zwischenfrequenz mit Hilfe der Oszillatorfrequenz LOF um; Es gibt unterschiedliche Arten von LNBs:

Single LNB:
nur für analogen Satellitenempfang; direkter Anschluss eines einzigen Receivers; es stehen an einem Anschluss die Ebenen Horizontal (H) und Vertikal (V) im Empfangsbereich von 10,70 GHz bis 11,70 GHz zur Verfügung

Twin LNB:
nur für analogen Satellitenempfang; direkter Anschluss zweier Receiver oder mehrer Receiver mittels Multischalter; es stehen an zwei Anschlüssen jeweils die Ebenen Horizontal (H) und Vertikal (V) im Empfangsbereich von 10,70 GHz bis 11,70 GHz zur Verfügung

Dual LNB:
nur für analogen Satellitenempfang; kein direkter Anschluss von Receivern sondern eines Multischalters für mehrere Receiver; es liegen zwei Anschlüsse vor - an einem steht die Ebene Horizontal (H) im Empfangsbereich von 10,70 GHz bis 11,70 GHz und am anderen die Ebene Vertikal (V) im Empfangsbereich von 10,70 GHz bis 11,70 GHz zur Verfügung

Quattro LNB:
im Empfangsbereich von 10,70 GHz bis 11,70 GHz; es können an vier Anschlüssen maximal vier Receiver direkt angeschlossen werden oder zwei analoge Multischalter; es stehen an den vier Anschlüssen jeweils die Ebenen Horizontal (H) und Vertikal (V) im Empfangsbereich von 10,70 GHz bis 11,70 GHz zur Verfügung

Universal Single LNB:
für Digitalempfang geeignet; es kann nur ein einziger analoger oder digitaler Receiver angeschlossen werden; es stehen an einem Anschluss die Ebenen Horizontal (H) und Vertikal (V) im Empfangsbereich von 10,70 GHz bis 11,70 GHz (Lowband) und die Ebenen Horizontal (H) und Vertikal (V) im Empfangsbereich von 11,70 GHz bis 12,75 GHz (Highband) zur Verfügung; die Umschaltung zwischen den zwei Frequenzbändern erfolg intern über ein 22kHz-Signal

Universal Twin LNB:
für Digitalempfang geeignet; es können maximal nur zwei analoge bzw. digitale Receiver angeschlossen werden; es stehen an zwei Anschlüssen jeweils die Ebenen Horizontal (H) und Vertikal (V) im Empfangsbereich von 10,70 GHz bis 11,70 GHz (Lowband) und die Ebenen Horizontal (H) und Vertikal (V) im Empfangsbereich von 11,70 GHz bis 12,75 GHz (Highband) zur Verfügung; die Umschaltung zwischen den zwei Frequenzbändern erfolg intern über ein 22kHz-Signal

Universal Quattro LNB:
für Digitalempfang geeignet; kein direkter Anschluss von Receivern sondern eines Multischalters für mehrere Receiver; es liegen vier Anschlüsse vor - am ersten die Ebene Horizontal (H) im Lowband am zweiten die Ebene Vertikal (V) im Lowband am dritten die Ebene Horizontal (H) im Highband am vierten die Ebene Vertikal (V) im Highband

Universal Quattro Switch LNB:
für Digitalempfang geeignet; es können maximal vier analoge bzw. digitale Receiver direkt angeschlossen werden aber auch ein Multischalter für mehr Receiver; es liegen an allen vier Anschlüssen die jeweiligen oben genannten Ebenen und Frequenzbänder vor

C-Band LNB:
nur für Exotenempfang von Satelliten, die im sogenannten C-Band senden; dafür sind Satellitenschüsseln ab 1,50 m Durchmesser notwendig; neben C-Band gibt es das Ku-Band, welches für den normalen Sat-Empfang geeignet ist

Ku-Wideband LNB:
es kann nur eine Polarisationebene empfangen werden aber das gesamte Ku-Frequenzband von 10,70 GHz bis 12,75 GHz; zur Polarisationsumschaltung benötigt man einen magnetischen Polarizer, welcher auch in sogenannten Corotoren vorhanden ist

LOF:
siehe Oszillatorfrequenz

Low-Band:
Ist ein Teil des Ku-Bandes und hat den Frequenzbereich von 10,70 GHz bis 11,70 GHz; teilweise FSS-Band; wird von ASTRA zur Verbreitung von analogen TV- und Radioprogrammen genutzt

M
Matra Marconi:
siehe Astrium

MCPC:
=Multi Channel per Carrier; bedeutet, dass mehrere digitale Programme auf einem Satellitentransponder übertragen werden können; dies ist durch Datenreduktion beim DVB/MPEG 2 Standard möglich

Militärsatelliten:
siehe Satelliten

MPEG:
=Motion Picture Experts Group; Komprimierungsstandard von Videosignalen; wird auch bei der EDV verwendet; MPEG 2 ist der Übertragungsstandard von Fernsehbildern bei DVB (720x576 Pixel) und bietet im Vergleich zum MPEG 1 die Möglichkeit des Interlacings; MPEG 4 soll noch höhere Datenreduktion bieten, ist aber noch wenig verbreitet

Multiplexing:
ist ein Verfahren, um unterschiedliche Datenpakete in einen einzigen Datenstrom "zu packen" und möglichst viel Platz zu sparen; findet Anwendung bei der digitalen Übertragung mehrerer Videodaten (Fernsehsender), Audiodaten (Hörfunkkanäle) sowie Zusatzdiensten über einen Satellitentransponder; multiplexte bzw. "gemuxte" Signale müssen vor der Nutzung aber wieder demultiplext werden; die entsprechenden Geräte sind Multiplexer und Demultiplexer, wobei letzterer in jedem handelsüblichen Digitalreceiver eingebaut ist

Multischalter:
alternat. Bezeichnungen: Multiswitch, Switch, Umschaltmatrix, Kaskade; dient in Verbindung mit speziellen LNBs dazu, eine Vielzahl von Receivern an einer einzigen Satellitenantenne anzuschließen (=Gemeinschaftsempfang); je nach Einsatzgebiet haben diese Unterschiedliche Anzahl von Ein- und Ausgängen; läßt sich auch mittels Kaskadebausteinen erweitern

N
NIT:
Network Information Table; ist eine für den Zuschauer nicht wahrnehmbare Datentabelle eines Transponders, die dem Receiver sagt, über welche zusätzlichen Transponder das aktuell eingestellte Programmpaket verfügt; dient lediglich bei der automatischen Transondersuche

Nodes:
sind allgemein Übergangspunkte/Konverter; bei Kabelnetzen sind dies Geräte, die optische Signale von Glasfasern in elektrische über Koax-Leitungen und umgekehrt umwandeln

NTSC:
National Television Standards Comitee; ein in den USA und Japan verbreiteter Fernsehstandard

O
Offsetantenne:
siehe Satellitenantenne

Orbit:
siehe Umlaufbahn

Oszillatorfrequenz:
wird auch als LOF (Local Oszillator Frequency) bezeichnet; wird vom Oszillator des LNB erzeugt und hat die Aufgabe, die vom Satelliten kommenden Signale in eine tiefere Frequenz (Zwischenfrequenz) umzuwandeln; Ku-Band-LNBs bzw. Universal-LNBs sollten eine LOF von 9,75 GHz besitzen

P
PAL:
=Phase Alternating Line; ist ein in Europa verbreiteter Fernsehstandard; hat eine Auflösung von 625 Zeilen

Parabolantenne:
siehe Satellitenantenne

Pay-TV:
sind Programme, die man abonieren (bezahlen) muß; diese Programme sind verschlüsselt und können nur von Decodern oder Smartcards entschlüsselt werden; Beispiel: Premiere World

Perigäum:
so bezeichnet man den erdnächsten Punkt einer Erdumlaufbahn

Planarantenne:
siehe Satellitenantenne

PID:
Packet Identification; ist eine beim Multiplexen (Paketschnüren) von verschiedenen Datenströmen zugewiesene Nummer, die beim Demultiplexen hilft, den gewünschten Datenstrom wiederzufinden; üblicherweise werden beim digitalen Fernsehen die PIDs für Audio und Videodaten in einer dem Signal beiliegenden Tabelle abgespeichert, sodass sich der Zuschauer nie oder äußerst selten um PIDs kümmern muss

Polarisation:
Art der Abstrahlung der Satellitensignale; Polarisationebenen sind Vertikal (V) und Horizontal (H); wird genutzt, da man hier ein vorhandenes Frequenzspektrum doppelt nutzen kann, woraus sich eine höhere Anzahl von Transpondern und somit auch mehr TV- und Radioprogramme ergibt; bei normalen LNBs wird für den Empfang der horizontalen Ebene vom Receiver eine Spannung von 18 V zum LNB geleitet, bei Vertikal hingegen nur 14 V; Umschaltung erledigt der Receiver automatisch

Polarizer:
elektromagnetisches Bauelement, welches zwischen Feedhorn und LNB geschraubt wird; dient zur Umschaltung zwischen den Polarisationsebenen, wenn das LNB keine Polarisationsumschaltung bietet; Schaltspannung ist 0 V bzw. 12 V oder 24 V; d.h. es ist eine extra zweipolige Steuerleitung notwendig; wurde zum Beginn des Satellitendirektempfangs eingesetzt, heute nur noch beim Exotenempfang

Polarmount:
ist eine spezielle Halterung für Satellitenantennen, um im Gegensatz zu AZ/EL-Halterungen die Antenne besser auf verschiedene Orbitpositionen drehen zu können, da sich die Satelliten vom Boden betrachtet aus auf einer "bogenförmigen" Bahn befinden; diese Halterung findet haüfig bei Parabolspiegeln Anwendung

Positionierer:
ist ein Gerät, um Actuatoren anzusteuern; normalerweise hat dieser zwei Befehle: Einfahren oder Ausfahren der Schubstange; komfortable Positionierer können mehrere Satellitenpositionen speichern und dann per Knopfdruck anwählen

Q
QAM:
Quadratur Amplitudenmodulation ist eine digitale Frequenzmodulation nach DVB-Standard; wird bei Kabelübertragungen verwendet, ist mit einer Art Raster am besten vergleichbar; angewandt werden 16-QAM, 32-QAM, 64-QAM usw. wobei mit steigender Rasterzahl die Anforderungen an die Kabelqualität steigt, damit die übertragenen Rasterpunkte richtig interpretiert werden

QPSK:
Quarternary Phase Shift Keying ist eine digitale Frequenzmodulation nach DVB-Standard; wird bei Satellitenübertragungen verwendet; basiert auf dem Prinzip der Phasenverschiebung einer Welle um 45°, 135°, 225° und 315° und beschreibt vier digitale 2-bit-Muster 00, 01, 10 und 11.

Quattro LNB:
siehe LNB

R
Rauschfaktor:
ist ein Maß, wie stark der Ausgangspegel eines LNBs bezüglich der Empfangsleistung durch äußere Faktoren beeinflußt wird; je höher der Rauschfaktor des LNBs ist, desto störanfälliger ist das Ausgangssignal; moderne LNBs sollten einen Rauschfaktor von 0,8 dB haben

Receiver:
siehe Satellitenreceiver

Reception:
ist die engl. Bezeichnung für Empfang

S
Satellit:
Ist ein künstlich geschaffener Erdtrabant; dient auf diversen Umlaufbahnen zur Übertragung von Daten; die Daten werden über große Antennen zum Satelliten gesendet, im Satelliten empfangen und verstärkt, und dann wieder zur Erde gesendet;
Satelliten bestehen aus Sende- und Empfangsantennen, Solarzellen, Meßinstrumenten, Steuereinheit, Transponder, Treibstofftanks;
es gibt Satelliten für verschiedene Einsatzgebiete:
Telekommunikationssatelliten: übermitteln Fernseh-, Radioprogramme, Daten, Multimedia, Telefongespräche usw.; befinden sich meißt auf geostationärer Umlaufbahn (GEO)
Wettersatelliten: produzieren Aufnahmen von den Wetterverhältnissen auf der Erde und senden sie in bestimmten Intervallen zur Erde; z.B. METEOSAT auf der geostationären Umlaufbahn
Umweltsatelliten: untersuchen die Erdoberfläche auf einer meist erdnahen und polaren Bahn; z.B. ERS und ENVISAT
Forschungssatelliten: können sich weit von der Erde entfernt befinden und untersuchen verschiedene Planeten, Asteroiden etc.; werden dann als Sonden bezeichnet; z.B. GIOTTO, der in den 80ern den Halleyschen Kometen fotografierte
Aufklärungssatelliten: dienen dem Militär zu Spionage-Zwecken; befinden sich auf erdnaher, polarer Bahn; z.B. der französische HELIOS
Militär-Telekommunikationssatelliten: übertragen Telefonate und Daten aus Krisengebieten usw.; werden auf geost. Umlaufbahn gesetzt; z.B. die britischen SKYNET-Satelliten
Satelliten haben unterschiedliche Lebensdauer meist ca. 10 Jahre, die sich hauptsächlich nach den Treibstoffreserven richtet;
Satelliten werden je nach Orbit unterschiedlich gestartet; z.B. mit einer Ariane oder Delta-Rakete aber auch mit dem Space-Shuttle

Satellitenantenne:
Werden auch als Satellitenschüsseln, -spiegel, -reflektor, usw. bezeichnet; bildet zusammen mit dem LNB die Außeneinheit einer Satellitenempfangsanlage; der Spiegel reflektiert die Signale un bündelt sie zum LNB; es gibt unterschiedliche Größen und Arten:
1. Offsetspiegel: Bei dieser Schüssel liegt der Brennpunkt der reflektierten Signale und somit das LNB unterhalb des eigentlichen Eintrittpunktes, deshalb hat diese Antenne eine relativ senkrechte Lage und ist weniger "Schneefänger"; ist üblich für den Satellitenempfang von ASTRA usw.
2. Parabolspiegel: werden auch Prime Focus Antennen (PFA) bezeichnet; Einfallswinkel und Reflektionswinkel sind genau gleich, sodass der Brennpunkt genau in der Mitte über der Antenne liegt; eignet sich für Exotenempfang; weist aber höheren Neigungswinkel auf und läßt sich durch die Mindesgröße von 1m schlecht an die Wand montieren; sehr anfällig gegen Schnee; deshalb werden hier manchmal Spiegelheizungen eingesetzt -> sehr teuer
3. Planarantennen: =Flachantennen; haben ebenfalls hohen Neigungswinkel, da auch hier die Satellitensignale senkrecht auftreffen; das LNB befindet sich in einer quadratischen (ca. 50 cm x 50 cm) Fläche; deshalb sehr unauffällig; geeignet für den mobilen Einsatz
Das Material kann auch unterschiedlich sein: Stahl (kann rosten), Alu (nicht rostbar), Kunststoff

Satellitenreceiver:
Receiver (sprich: Rißiewer) ist die engl. Bezeichnung für Empfänger; der Satellitenreceiver wandelt die vom LNB kommenden Satellitensignale in ein sicht- und hörbares Fernseh- bzw. Tonsignal um; es gibt auf dem Markt verschiedene Arten von Receivern:
analog-Receiver: kostengünstige Receiver, die aber in Zukunft nicht mehr verwendet werden
digital-Receiver: auch DVB-Receiver oder Set-Top-Box-genannt wandelt digitale Satellitensignale in normale Fernsehsignale um; diese Receiver sind die Zukunft und bieten eine große Programmauswahl, hohe Empfangsqualität und mehr Funktionalität
ADR-Receiver: zum Umwandeln der ASTRA-Digital-Radioprogramme
Receiver bilden die Inneneinheit einer Sat-Anlage; An Sat-Receiver kann man Fernseher, Videorekorder, Decoder und HiFi-Anlagen anschließen

Satfinder:
siehe Levelmeter

SCART:
ein Spezialkabel zum Verbinden von Unterhaltungsgeräten wie Fernseher Receiver etc.; in diesem Kabel werden üblicherweise die Audiosignale (Stereo) für den Ein-und Ausgang verdrahtet sowie die Standard-Video-Composite-Anschlüsse und die gehobeneren RGB-Signale; zusätzlich gibt es noch Schaltleitungen für Videorekorder, DVD-Player etc.
Schüssel:
siehe Satellitenantenne

Single LNB:
LNB

SCPC:
=Single Channel per Carrier; bedeutet, dass ein einziges digitales Programm auf einem Satellitentransponder übertragen wird

Set-Top-Box:
siehe Satellitenreceiver

SMATV:
= shared master antenna television; siehe Gemeinschaftsempfang

Smartcard:
ist eine vom Pay-TV-Anbieter verliehene Abo-Karte, die im eingebauten Speicherchip eine Schlüsselsequenz sowie die Entschlüsselungsprozedur selbst enthält; die Smartcard wird in das dem Verschlüsselungsverfahren entsprechende CA-Modul gesteckt, welches wiederum in den CI-Slot des Digitalreceivers gesteckt wird

Société Européenne des Satellites (SES):
erster privater europ. Satellitenbetreiber; wurde 1985 als Gesellschaft luxemburger Rechts eingetragen; betreibt das ASTRA-Satellitensystem

Speisesystem (=LNB):
siehe LNB

Spikes:
siehe Fischchen

Sonnenpaddel:
sind die großen Solarzellen an einem Satelliten, die diesen mit Strom versorgen; wenn sich der Satellit im Erdschatte befindet, wird er mit Batteriestrom versorgt

Switch:
siehe Multischalter

Symbolrate:
ist die Anzahl von 2-Bitmustern pro Sekunde, die bei der digitalen Satellitenübertragung über einen Transponder "saust" (siehe QPSK); Symbolrate ist nicht mit der gesamten Datenrate pro Transponder gleichzusetzen, da diese noch von der FEC abhängig ist!

T
Telekommunikationssatelliten:
siehe Satelliten

terrestrisch:
ist der Empfang von VHF, UKW und UHF mittels einer aus metallstäben aufgebauten terrestrischen Antenne

timeshift:
Zeitverschiebung, z.B. zeitversetztes Fernsehen

Toneburst:
siehe 22kHz

Tonunterträger:
ist ein Nebenträger eines analogen Transponders; werden für die Tonabstrahlung genutzt; da hier ein Frequenzbereich von 6.00 MHz bi 9.00 MHz vorliegt, kann man diese auch für die Abstrahlung von verschiedenen Sprachen aber auch Radioprogrammen nutzen; natürlich in Stereo

Transmission:
ist die engl. Bezeichnung für Sendung/Übertragung

Transponder:
1. Bezeichnung für einen Satellitenübertragungskanal; ist nicht mit Fernsehkanal gleichsetzbar, denn es können z.B. bei Digitalempfang mehrere Fernseh- und Radiokanäle auf einem Transponder übertragen werden; Transponder werden durch eine Downlinkfrequenz gekennzeichnet z.B. 11,234 GHz
2. Ist eine Komponente im Satelliten selbst, die über eine Empfangsantenne Daten von der Erde empfängt, umsetzt, dann mit Hilfe einer Wanderfeldröhre verstärkt und mit einer zweiten Antenne wieder zur Erde sendet; ASTRA 1C z.B. hat insgesamt 18 aktive Transponder und weitere zur Reserve, falls einer Mal ausfällt

Twin LNB:
LNB

TWTA:
siehe Wanderfeldröhre

U
Umlaufbahn:
auch Orbit genannt ist eine Kreisbahn um die Erde, auf der sich Satelliten befinden; es gibt unterschiedliche Umlaufbahnen, je nach Lage und Höhe über der Erde; z.B. geostationäre Umlaufbahn, LEO, MEO, usw.

Umschalter:
siehe Multischaler oder siehe DiSEqC oder siehe 22 kHz

Universal LNB:
LNB

Uplink:
ist die Aufwärtsstrecke zum Satelliten

V
Verstärker:
siehe Inline-Verstärker

vertikal:
siehe Polarisation

ViACCESS:
(sprich WeiExess)ist eine aus Frankreich stammende Codierungsnorm zum verschlüsseln von digitalen Programmen; zum Entschlüsseln benötigt man ein ViACCESS-CAM

W
Wanderfeldröhre:
wird auch als TWTA (Travelling Wave Tube Amplifier) bezeichnet; ist Bestandteil eines jeden Satelliten-Transponders und hat die Aufgabe Signale zu verstärken; wie der Name schon sagt ist dieser aus einer Art Röhre aufgebaut, wie sie früher in Radios zu finden waren; Vorteil: sind sehr Leistungstark z.B. 100 Watt bei High-Power-Satelliten; Nachteil: fressen viel Energie und erzeugen viel Wärme, die mit Wärmetauschern in das All abgegeben werden muss

Wellenlänge:
ist abhängig von der Frequenz und umgekehrt; die Wellenlänge ergibt sich allgemein aus Lichtgeschwindigkeit geteilt durch Frequenz (Lichtgeschwindigkeit = 300000000 m/s)

Wettersatelliten:
siehe Satelliten

Wetterschutzgehaüse:
werden auf LNBs gestülpt und verhindern noch mehr das Eindringen von Feuchtigkeit und das Wirken von extremer Sonnenstrahlung; es gibt auch LNBs, die man zusammen mit Wetterschutzgehaüse kaufen kann, z.B. die formschönen UNYSAT-LNBs von TechniSat

X
Y
Yagi:
ist eine Antennenform, die am besten als Dachantenne bekannt ist und angeordnet über einen waagerechten metallischen Stab eine Reihe von Dipolen aufweist; optional sind noch Reflektorgitter; die Form der Yagi-Antenne richtet sich nach dem jeweiligen gewünschten Frequenz/Wellenbereich

Z
Zwei-Wege-Kommunikation:
liegt dann vor, wenn ein Satellit nicht nur Daten an Verbraucher sendet, sondern auch Daten von diesem empfangen kann; dies ist wichtig, um Internet-Rückkanäle via Satellit betreiben zu können

Zwischenfrequenz:
ist die Frequenz, in die die Satelliten-Downlinkfrequenz vom LNB umgesetzt wird; während die Downlinkfrequenz im 11/12 GHz-Bereich liegt, befindet sich die Zwischenfrequenz bei 950 MHz bis 2050 MHz; die Zwischenfrequenz richtet sich nach der Oszillatorfrequenz (LOF) des LNBs; um die Zwischenfrequnzen für die verschiedenen Programme zu errechnen, muß man von den in den Frequenzlisten angegebenen Downlinkfrequenzen die LOF abziehen, welche normalerweise 9,75 GHz beträgt; die Zwischenfrequenz ist allerding nur noch zur Programmierung von analog-Receivern notwendig, bei digital-Receivern braucht man nur die Downlink-Frequenz einzugeben; Zwischenfrequenz wird auch als IF bezeichnet

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