Satellitenhistorie

In unserer heutigen Welt sind Satelliten nicht mehr weg zu denken. Ob Übertragung von Fernsehprogrammen und Telfongesprächen, ob für die Wettervorhersage oder die Beobachtung der Erde - das alles sind Einsatzgebiete für Satelliten. Tausende von diesen Trabanten bewegen sich, ohne, dass wir viel davon mitbekommen, um unsere Erde. Satelliten sind heute schon ware High-Tech-Produkte und ihr Bau, welcher Jahre dauern kann, und die Kosten für den Betrieb sind ein Milliardengeschäft.

Einer der Urväter der Satelliten war Arthur C. Clarke, ein Sci-Fi-Schriftsteller und Physiker, der 1945 zum ersten Mal die Nutzung der Satelliten in der sogenannten geostationären Umlaufbahn beschrieb und vorschlug. Er stellte genaue Berechnungen auf, dass sich ein Körper mit beliebiger Masse, der sich auf einer Kreisbahn ca. 36000 km senkrecht über dem Erdäquator befindet, genau so lange für eine Umdrehung benötigt wie die Erde; also 24 Stunden. Das heißt, dass ein Satellit, der sich dort befindet vom Boden aus gesehen immer an der gleichen Stelle befindet, welches für eine permanente übertragung von Funkwellen natürlich von enormen Vorteil ist. Deshalb gab Clarke erstmals in der Geschichte der Raumfahrt den Begriff für den geostationären Orbit (geos=Erde, station=feststehend, orbit=Umlaufbahn) an, der nach seinem Begründer auch Clarke Belt genannt wurde.
Nur wenige Jahre später begann der Schritt ins All mit dem Start des russichen Satelliten SPUTNIK 1 am 4. Oktober 1957.
SPUTNIK 1Dieser Satellit bestand aus einer Kugel, die zwei Funksender enthielt und die einen Durchmesser von ca. 50 cm hatte und an der sich vier Sendeantennen befanden. SPUTNIK 1 bewegte sich zwar noch nicht in der geostationären Umlaufbahn, aber sorgte mit seinen Piepsignalen, die sogar von Radioamateuren empfangen werden konnten, weltweit für Aufsehen. Nur vier Wochen später wurde SPUTNIK 2 gestartet, der das erste Erdlebewesen nämlich die Hündin Laika in die Erdumlaufbahn brachte. Sie überlebte die Reise zwar nicht, aber für die Menschheit begann damit das Zeitalter der Besiedlung des Weltraums und auch der Wettstreit zwischen der Sowjetunion und den USA um das All.
TELSTAR 1Der erste Satellit, der Fernsehbilder ausgestrahlt hat, war TELSTAR I, der diesmal von den Amerikanern gebaut wurde.
Der historische Tag war der 11. Juli 1962, als TELSTAR Fernsehbilder von Amerika nach Europa übertrug. Und somit war TELSTAR I auch der erste Telekommunikationssatellit im All.
1963 starteten die Amerikaner die ersten Satelliten in die geostationäre Umlaufbahn, die SYNCOM-Satelliten. Damit war auch der Weg in die permanente Telekommunikation über Satellit bereitet. Da die Anzahl der internationalen Telefongespräche ständig stieg, dachte man über die Gründung einer globalen Satellitengesellschaft nach. Dies sah eine Aufstellung einer ganzen Reihe von geostationären Satelliten vor. Im April 1965 wurde dann der erste INTELSAT-Satellit mit einer Delta-Rakete gestartet, der auch den Namen COMSAT/EARLY BIRD trug. Der Betreiber Intelsat, der inzwischen privatisiert wurde, betreibt inzwischen die neunte Generation von INTELSAT-Satelliten, von denen es in einer Generation bis zu 15 Satelliten gab.
Der erste kommerzielle Satellit war der kanadische Satellit ANIK A1 und wurde 1972 gestartet. In Europa dachte man auch zusammen mit der Gründung einer europ. Weltraumagentur über die Aufstellung eines europ. Satellitensystems nach, nicht zuletzt um sich auch neben den USA und der UdSSR behaupten zu können.
Bildernachweis: Ravensburg-Verlag

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