Das Astra-System - Ein Rückblick

Die Astra-Logos im Wandel des Astra-Geschichte

Am 1. März 1985 wurde die Société Européenne des Satellites (SES) als erster privater europäischer Satellitenbetreiber von 11 europäischen Aktionären gegründet. Einer der Gründer war der damalige luxemburgische Staatsminister Pierre Werner (im Bild links), dem eine Straße in Betzdorf/Luxemburg, dem Firmensitz der SES, gewidmet wurde. Dort befindet sich das Chateau de Betzdorf (heute Sitz von SES Global), das Astra Business Centre (heutiger Firmensitz von SES-Astra) sowie das Satellitenkontrollzentrum mit derzeit dutzenden Parabolspiegeln mit der Größe jeweils eines kleinen Wohnhauses.

Pierre Werner & Pierre Meyrat   Chateau de Betzdorf

Das Konzept der SES war die Finanzierung, Entwicklung und Operation eines Multikanal-Fernsehsatellitensystems, welches Fernsehprogramme für ganz Europa anbieten sollte. Die luxemburgische Regierung sicherte der SES eine Lizenz von 22 Jahren für die Satellitenübertragung zu, die auch verlängert werden konnte. Diese Konzession brachte für Luxemburg eine neue Ära als Besitzer eines eigenen Satelliten.


Pierre Meyrat wurde zum (ersten) Generaldirektor der SES ernannt (oberes Bild rechte Person). Damals dachte man zunächst über die Positionierung eines einzelnen Satelliten nach und gab diesen im Oktober 1985 bei der US-Satellitenfirma RCA Astro Space Division (später GE Astro Space) in Auftrag. Der Name Astra (lat. für Stern) wurde für diesen Satelliten geboren. Der erste Astra-Satellit (später als ASTRA 1A benannt) war ein RCA 4000-Satellit, dreiachsenstabilisiert und mit zwei charakteristischen Solarflügeln ausgestattet. ASTRA 1A hatte 16 aktive und 6 Reservetransponder im Bereich von 11.20 bis 11.45 GHz. Im November 85 wurde dann mit Arianespace ein Startvertrag für ASTRA 1A geschlossen. Der Start war ursprünglich für Mitte 1987 vorgesehen, mußte aber wegen Verzögerungen im Startplan verschoben werden.

März 1988 erfolgte dann der Transfer des Satelliten von New Jersey nach Kourou/Fr. Guyana, nachdem dieser eingehend überprüft wurde.

Astra 1A in Startkonfiguration bei der Montage in die Raketenspitze;
an der Rückseite von 1A befindet sich der konische Raketenadapter:

Am 7. Juni 1988 unterzeichnete der Medienmogul Rupert Murdoch einen Mietvertrag für mehrere Kanäle des britischen Pay-TV-Anbieters Sky-Television. Das war der erste SES-Kunde und seitdem unzertrennbar mit Astra verbunden. Wichtig dabei zu bemerken ist, daß der Transpondervertrag vor dem Start des Satelliten unterzeichnet wurde, was auch bei weiteren Astra-Satelliten sehr oft der Fall war.

Rupert Murdoch

Diese Situation verlief übrigends in der späteren Geschichte der SES nicht immer positiv für das Klima in und außerhalb des Unternehmens. Wenige Tage später nach der Vertragsunterzeichnung, am 15. Juni 1988 erfolgte der erste (Test)-Flug der neuen Ariane 4-Rakete äußerst erfolgreich. Mit einem solchen Träger (Flug 27) sollte ASTRA 1A am 10. Dezember ebenfalls gestartet werden. Kurz vor diesem Startversuch traten aber Probleme mit der Trägerrakete auf. Nach dem diese behoben wurden, spielte das Wetter nicht mit. Das Zeitfenster für den 10. Dezember verstrich.


Somit mußte der Start um 24 Stunden verschoben werden. Aber wieder traten kurzzeitig Störungen auf, die aber innerhalb des Zeitfensters noch gelöst werden konnten. ASTRA 1A hob zusammen mit SKYNET 4B, einem britischen Militärkommsatelliten aber dann erfolgreich um 01:33:38 MEZ in Kourou ab.


SKYNET 4B wurde nach 21 Minuten ASTRA 1A um weitere 6 Minuten von der Rakete abgelöst. Eine Erleichterung für das Unternehmen, dessen Schicksal in diesem ersten kommerziellen Ariane 4-Start lag.


Am 15. Dezember wurde der Feststoff-Apogäumsmotor des Satelliten gezündet, nach dem dieser das Apogäum (ernfernster Punkt des Orbits) bereits 11 mal erreicht hatte. Dadurch wurde das Perigäum (ernähster Punkt der Umlaufbahn) auf annähernd 36000 km angehoben – ein weiterer Schicksalsschritt für ASTRA! Nun wurde er auf seine entgültige Position 19.2° Ost manövriert. Der Satellit wurde in seiner Lage verändert, damit konnte die zu erwartende Empfangsstärke an verschiedenen europäischen Orten simuliert und eine Ausleuchtzonenanalyse erstellt werden. Überraschenderweise waren die Ergebnisse so zufriedenstellend, dass selbst 60 cm Antennen für den Empfang reichten. Zu Beginn der SES rechnete man noch mit 1 m großen Spiegeln! Am 26. Januar übermittelte die British Telecom zu Testzwecken von London aus über Astra, um den fehlerhaften Betrieb für die ersten Sky-Kanäle, die dort uplinked wurden, zu gewährleisten. Am 1. Februar 1989 startete Filmnet als erster Sender über ASTRA. Am 05.02. folgten weitere Kanäle, unter anderem die vier Sky-Programme.

Wenige Zeit später kam es für den deutschprachigen Programm-Markt zu einem gravierenden Meilenstein. Ende 1989 unterzeichneten die Vorstände der Sender RTL, Pro 7 und Sat.1 (folgendes Bild) den Mietvertrag für jeweils einen Astra-Transponder. Der Grund für diese Einkunft ist noch immer umstritten, trug jedoch wesentlich dazu bei, dass immer mehr deutsche Programme sich für Astra entschieden.


Kurz nach dem Start von ASTRA 1A gab SES dann die Produktion eines weiteren ASTRA-Satelliten (1B) bekannt, der ebenfalls auf 19.2° Ost positioniert werden sollte. Durch die Nutzung eines anderen Frequenzbereiches (11.45 bis 11.70 GHz) als ASTRA 1A konnte man die Übertragungskapazität dieser Position erheblich erweitern. Das Konzept der Ko-Positionierung war für die SES geboren. ASTRA 1B war übrigens der zweite und letzte Satellit, den die SES bei GE Astro Space bauen lies.

ASTRA 1B in Kourou kurz vor dem Start:

Es handelte sich um einen RCA 5000-Satellit, der im Vergleich zu 1A etwas größer und leistungsstärker war. 1B enthielt ebenfalls 16 aktive plus 6 Reservetransponder. Eine technische Neuerung in der zivilen Raumfahrt enthielt der zweite Astra ebenfalls: den Liquid Apogee Engine (LAE)  - somit konnte dieser Apogäumsmotor mit flüssigen Treibstoff in den Apogäumsphasen mehrmals und somit genauer gezündet werden. Das brachte eine Reihe von Vorteilen für die Lebensdauer des Satelliten. ASTRA 1B wurde am 03. März 1991 um 00:36 MEZ mit Ariane 4-Flug 42 gestartet. Bei dieser Mission war der Wettersatellit METEOSAT 5 der Ko-Passagier. Dieser Start sollte einen Tag früher Stattfinden, es kam aber zu technischen Problemen, die innerhalb des Zeitfensters nicht gelöst werden konnten. Nachdem ASTRA 1B gestartet und ausgesetzt wurde, zündete der LAE im 2., 7. und 10. Apogäum im Zeitraum vom 3. bis 8. März. Die Höhe des Perigäums wurde somit allmählich auf 36000 km angehoben. Am 9. März trat er im geostationären Orbit bei 20° West ein und wurde daraufhin zur Erde ausgerichtet und dessen Sonnensegel ausgeklappt. Ebenfalls wurde der Antennenreflektor für die Fernsehübertragungen ausgeklappt. Vom 10. bis 25. März wurde ASTRA 1B zur Position 19.2° Ost manövriert. Ähnlich wie bei ASTRA 1A folgten dann intensive Tests und Überprüfungen bis der Satellit am 15. April in Betrieb gesetzt wurde.

In den frühen 90er Jahren wurde aufgrund der zunehmenden Deregulierung des Kommunikationswesens vor allem in der BRD ein Boom nach Satellitenempfangsanlagen ausgelöst. Selbst die Wiedervereinigung trug sehr dazu bei, dass alte terrestrische Anlagen gegen moderne Satellitenempfanganlagen ausgetauscht wurden. Der Vorteil lag klar in der Programmvielfalt und Übermittlungsqualität. 1993 waren bereits über 60 Millionen europäische Haushalte an eine Astra-Anlage angeschlossen.
Somit war der Name Astra eng für den Satelliten-Zuschauer verbunden. SES hat mit Astra das geschaffen, was dem Konkurrenten Eutelsat mit der Hotbird-Position erst ein paar Jahre später gelungen ist.

Es gab ebenfalls einen "Kampf" zwischen der deutschen (Bundespost) Telekom, die damals mit Hilfe der Satelliten TV-Sat bzw. DFS Kopernikus ein eigenes Satellitenmonopol aufbauen wollte. Gegen 1993 schaltete die ARD einige ihrer dritten Programme auf Astra auf und es fand eine Parallelausstrahlung über Kopernikus statt. Nicht lange Zeit später gab die DBP auf und stieg bei SES selbst ein bis Astra die einzige Übertragungsposition der dritten Programme wurde.

1990 gab die SES die Satelliten ASTRA 1C und 1D in Auftrag, diesmal bei der Hughes Satellitenfirma in El Segundo/Californien. Es handelte sich um Satelliten, die auf dem erfolgreichen HS 601-Bus basieren. 1C und 1D sind zwar annähernd baugleich, sie unterschieden sich zu 1A und 1B jedoch wesentlich im Design als auch in den zusätzlichen Aufgaben. Besonders charakteristisch ist, dass Astra 1C und 1D im Vergleich zu 1A/1B zwei Reflektoren für Up-/und Downlink besitzen. Jeweils 18 plus 6 Reservetransponder für die Bereiche 10.95 bis 11.20 GHz (ASTRA 1C) und 10.70 bis 10.95 (ASTRA 1D).


Letzterer Bereich war neu in der Ku-Fernsehübertragung und brachte anfangs Schwierigkeiten von der technischen Einführung und Umsetzung in der Empfangstechnik. Mit ASTRA 1C sollte auch das Reserve-und Havariesystem der Position 19.2° Ost ausgebaut werden, indem dieser Satellit auch im Frequenzbereich von ASTRA 1A senden konnte und somit ab 1994 einige dessen Transponder übernommen hatte. Es kam 1994 bei ASTRA 1A zu Problemen mit dem Temperaturhaushalt, somit mußten einige Transponder bzw. Wanderfeldröhren abgeschaltet werden. 1C übernahm diese Transponder. Spätestens jetzt machte sich das Konzept bezahlt. ASTRA 1C (Bild links) wurde 1993 mit einer Ariane 4 und ASTRA 1D 1994 ebenfalls mit einer Ariane 4 gestartet (Bild rechts).

Astra 1c Astra 1d

1994 gab es personelle Spannungen bei der SES. Es ging im Wesentlichen um den Generaldirektor Pierre Meyrat, der im Unternehmen und unter den Aktionären viele Befürworter aber auch eine Reihe von Gegnern bekommen hatte. Der SES-Vorstand sah diese Debatten ungünstig für die Entwicklung der SES und es wurde die Absetzung von Herrn Meyrat beschlossen. Pierre Meyrat gilt jedoch die Anerkennung als einer der bedeutenden Wegbereiter für den Erfolg der Astra-Satelliten in den ersten Jahren. Celso Azevedo, der damals technischer Direktor war, wurde der vorläufige Nachfolger, bis 1995 Romain Bausch zum neuen Generaldirektor gewählt wurde.

R. Bausch

Bis Ende 1997 startete die SES weitere drei Satelliten 1E bis 1G, die erstmals für digitale Übertragung im MPEG-2-Verfahren vorgesehen waren.

1e

1f1g

Diese Satelliten wurden ebenfalls von Hughes gebaut, wobei ASTRA 1G ein leistungsstärkerer Satellit der HS 601 HP-Serie war. ASTRA 1F wurde erstmals mit einer russischen Proton gestartet, es war dessen erster westlicher Satellit.


Auch bei ASTRA 1G und einigen folgenden Satelliten wich der europäische Satellitenbetreiber dem europäischen Startunternehmen Arianespace aus und griff auf Proton zurück. Inzwischen fiel auch die Entscheidung über die Eröffnung einer weiteren Satellitenposition auf 28.2° Ost, die speziell für die britschen Inseln vorgesehen war. ASTRA 2A war dessen erster Satellit und wurde 1998 gestartet.

SES ging 1998 mit der Anteilseinnahme am asiatischen Satellitenbetreiber Asiasat einen großen Schritt in Richtung Globalisierung. 2001 erfolgte dann der Umbruch für das Unternehmen, das sich von Société Européenne des Satellites zu SES Global wandelte, nachdem diese den amerikanischen Satellitenbetreiber GE Americom komplett übernommen hatte. Die heutige SES Global ist Muttergesellschaft der SES ASTRA sowie SES AMERICOM und erwarb weitere Anteile an zahlreichen anderen Satellitenbetreibern der Welt z.B. NSAB (Sirius-Satelliten), StarOne (Brasilsat-Satelliten).

SES ASTRA betreibt nun 13 Satelliten auf 4 Positionen 19.2° Ost (ASTRA 1B, 1C, 1E, 1F, 1G, 1H, 2C), 28.2° Ost (2A, 2B, 2C), 23.5° Ost (3A, 1D) sowie 5° Ost (ASTRA 1A).


Die Dienstleistungen erstrecken sich nicht mehr nur auf klassische Fernsehübertragung sondern auch auf Multimedia-, IP-, Zweiwege- und sogar SNG-Übertragungen. Das Schlagwort dafür lautet Broadband (Breitband) und stellt das Kerngeschäft der SES ASTRA dar. Die technische Reichweite des Systems ist auch über die Grenzen von Europa gestiegen. Mit dem Proton-Fehlstart von ASTRA 1K im Dezember 2002, der als größter ziviler Satellit galt, erlitt die SES ASTRA einen schweren Rückschlag. Astra 1K sollte besonders durch die Ka-Band-Nutzlast der SES einen Multimedia-Boom geben. Ebenso galt 1K als Ersatz für alle der ersten vier Astra-Satelliten auf 19.2° Ost. Eine dritte Besonderheit von Astra 1K sollte die Frequency-Re-use Funktion sein. In anderen Worten hätte der Satellit über verschiedene Ausleuchtzonen verfügt um gezielter bestimmte Märkte anzusprechen.
Die Oberstufe der Proton-Rakete hat, wie man später feststellte, nicht ordnungsgemäß gezündet. Astra 1K wurde in einem der Erde sehr nahen Orbit ausgesetzt. Nach einigen Tagen und Nächten Beratung entschloss man sich in Betzdorf, den Satelliten ähnlich der Raumstation MIR 2001 kontrolliert in der Erdatmosphäre verglühen zu lassen. Das Ergeignis fand in den Medien großes Interesse.

Astra 1K Start von Astra 1K

Aus begangenen Fehlern wurde jedoch gelernt. Zwei neue Satelliten sind im Auftrag: ASTRA 1KR und ASTRA 1L. Für Ersteren existiert ein Startvertrag mit Arianespace im Jahr 2005. Einzelheiten von ASTRA 1L hängen im Wesentlichen vom erfolgreichen Start des 1KR ab.

In den letzten Jahren gab es einen zunehmenden Wandel des Fernsehens hin zum multimedialen Medium. Dazu trägt auch das digitale Fernsehen bei. Über Astra laufen bereits seit 1996 digitale Programme. Während in Deutschland die analoge Signalspeisung immer noch eine Rolle spielt, sind andere Länder schon sehr viel weiter. Sky Television schaltete 2001 alle analogen (verschlüsselten) Transponder auf 19.2° Ost ab (sendet dafür digital auf 28.2° Ost).


Damit wurde das gesamte analoge Astra-Band "halb-leer". Wo vorher ein starker Kampf um die Transpondervergabe herrschte, tauchten plötzche viele Testkarten und rauschende Bilder auf. In den darauffolgenden Monaten tummelten sich dann auf diesen restlichen analogen Transpondern zwar verstärkt kleinere deutschsprachige Sender auf, so wie es in den 90ern von vielen Seiten gewünscht wurde. Manche von diesen Sendern sind aber schneller wieder verschwunden, als sie aufgeschaltet wurden. 2010 ist gesetzlich in der BRD Schluß mit analogem Fernsehen. Spätestens dann wird der analoge Astra-Bereich komplett für digitale Kanäle freigegeben.
2004 wurde von SES-Astra das HD-Forum ins Leben gerufen worden, um die Einführung des Fernsehstandards HDTV zu beschleunigen. Ob sich dieser Standard durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist, daß ein HDTV-Kanal so viel Transponder-Platz einnimmt, wie ca. 8 derzeit digital verbreitete Kanäle. Demzufolge wird an die Satellitentechnik selbst wieder eine erhöhte Zahl von Transpondern und Sendeleistung gefordert.

ASTRA-Bodenstation in Betzdorf

Betzdorfs Norden aus der Luft
(v.l.n.r. Bodenstation, Mediacentre, Chateau de Betzdorf, Astra Business Centre):

Zwei der ersten Astra-Satelliten sind bereits außer Betrieb genommen. Astra 1A wurde im Juli 2001 auf 19.2° Ost abgeschaltet und diente noch bis 2004 auf der Position 5° West als preisgünstiger SNG-Satellit, für Nachrichtenschalten etc.
Astra 1B wurde im November 2004 ebenfalls abgeschaltet. Beide Satelliten haben die vorausberechnete Lebensdauer von jeweils 12 Jahren weit überschritten.

Damit endet dieser Einblick in die Geschichte des Astra-Satellitensystems.

Anhang:

technische Daten aller Astra-Satelliten:


ASTRA 1A
ASTRA 1B
ASTRA 1C
ASTRA 1D
ASTRA 1E
ASTRA 1F
ASTRA 1G
ASTRA 1H
gegenwärtige Position
5° Ost
19.2° Ost
19.2° Ost
24.5° Ost
19.2° Ost 19.2° Ost 19.2° Ost 19.2° Ost
Startdatum
11/12/1988
03/02/1991
11/05/1993
31/10/1994
19/10/1995
08/04/1996
02/12/1997
18/06/1999
Trägerrakete
Ariane 44LP
Ariane 44LP
Ariane 42L
Ariane 42P
Ariane 42L
Proton K
Proton K
Proton K
Startmasse

2617 kg 2790 kg

3014 kg 3010 kg
3379 kg
3700 kg
Hersteller
RCA Astro
GE Astro
Hughes Aircraft
Hughes Aircraft
Hughes
Space & Communic.
Hughes S&C
Hughes S&C
Hughes S&C
Satellitenbus
RCA 4000
RCA 5000
HS 601
HS 601
HS 601
HS 601
HS 601HP
HS 601HP
Stabilisation
3-achs
3-achs 3-achs 3-achs 3-achs 3-achs 3-achs 3-achs
Lebensdauer
12 Jahre
12 Jahre 15 Jahre 14 Jahre 14 Jahre 15 Jahre 15 Jahre 15 Jahre
Stromverbrauch

3400 W
3300 W

4150 W 4400 W
6600 W
6600 W
Transponder
16
16
18
16
18
20
20
28
Sendeleistung (dBW)

51
51

51 51
51
51
TWTA-Leistung

60 W
63 W

85 W 82 W
98 W
98 W




















ASTRA 1H
ASTRA 1K
ASTRA 2A
ASTRA 2B
ASTRA 2C
ASTRA 2D
ASTRA 3A
gegenwärtige Position
19.2° Ost -
28.2° Ost
28.2° Ost 19.2° Ost
28.2° Ost 23.5° Ost
Startdatum
18/06/1999

30/08/1998 14/09/2000
16/06/2001
19/12/2000 29/03/2002
Trägerrakete
Proton K
Proton K
Proton K
Ariane 5G
Proton K
Ariane 5G
Ariane 44L
Startmasse
3700 kg

3635 kg 3315 kg
3643 kg
1420 kg
1500 kg
Hersteller
Hughes S&C
Alcatel Space (Aerospatiale)
Hughes S&C Astrium (Matra Marconi)
Boeing Satellite Systems
Boeing Satellite Systems Boeing Satellite Systems
Satellitenbus
HS 601HP
Spacebus
HS 601HP
Eurostar
BSS 601HP
BSS 376HP
BSS 376HP
Stabilisation
3-achs 3-achs 3-achs 3-achs 3-achs spin spin
Lebensdauer
15 Jahre 15 Jahre 15 Jahre 14 Jahre 15 Jahre 12 Jahre 10 Jahre
Stromverbrauch
6600 W

7000 W 7800 W
7000 W
1600 W
1550 W
Transponder
28

28 30
32
16
20
Sendeleistung (dBW)
51

51 51
51
51
52
TWTA-Leistung
98 W

98 W 109 W
105 W
39 W
30 W

















Astra-Downlink-Frequenzschema/Backup-Plan:

Astra-Band  
D C A B E F G Ka
Frq. (GHz)
10.70-10.95
10.95-11.20
11.20-11.45
11.45-11.70
11.10-12.10
12.10-12.50
12.50-12.75
29-30
ASTRA 1A*

A-Band




ASTRA 1B*


B-Band



ASTRA 1C
C-Band A-Backup




ASTRA 1D** D-Band C-Backup
B-Backup E-Backup


ASTRA 1E D-Backup C-Backup
B-Backup E-Band


ASTRA 1F

A-Backup
E-Backup F-Band

ASTRA 1G



E-Backup F-Backup G-Band
ASTRA 1H



E-Backup F-Backup G-Backup Ka-Backup
ASTRA 1K* D-Backup C-Backup A-Backup B-Backup


Ka-Band
ASTRA 2A



E-Band F-Band G-Backup
ASTRA 2B



E-Backup F-Band G-Band
ASTRA 2C*** D-Backup C-Band

E-Backup F-Backup

ASTRA 2D D-Band






ASTRA 3A


B-Band

G-Band
* nicht in Funktion
** auf 24.2° Ost
*** auf 19.2° Ost


Astra-Uplink-Frequenzen:

Satellit
Uplink von (GHz)
Uplink bis (GHz)
Astra 1D 12.75 13.00
Astra 1C 13.00 13.25
Astra 1G 13.75 14.00
Astra 1B 14.00 14.25
Astra 1A 14.25 14.50
Astra 1E 17.30 17.66
Astra 1F 17.67 18.08


Chronologie der analogen Transponder 19.2° Ost in den ersten Jahren (Stand 1996):

Transponder Programm Aufschaltung Abschaltung
13 RTL 4 Veronique 24.01.89 16.03.95
8 Sky One 05.02.89
11 FilmNet 05.02.89
12 Sky News 05.02.89
16 Sky Movies Plus 05.02.89
3 TV 3 Schweden 07.02.89
15 MTV Europe 10.02.89
1 Screensport 01.03.89 06.03.93
5 Lifestyle 01.03.89 25.01.93
5 The Childrens Channel 31.03.89 01.09.91
7 TV 1000 Caknaes 27.08.89
7 TV 1000 LTP 27.08.89
2 RTL Television 08.12.89
6 SAT.1 08.12.89
14 PRO 7 08.12.89
10 3sat 30.03.90
9 Teleclub 30.06.90 07.04.95
17 Premiere 15.04.91
18 The Movie Channel 15.04.91
19 ARD / 1 Plus 15.04.91
21 Tele 5 15.04.91 05.01.93
29 TV 3 Denmark 15.04.91 29.11.91
31 TV 3 Norwegen 15.04.91
20 Sky Sports 20.04.91
24 JSTV 03.05.91
22 Eurosport 29.05.91 31.03.92
24 The Childrens Channel 01.09.91 12.07.93
25 N3 14.09.91
4 Eurosport 01.10.91
26 Comedy Channel 01.10.91 01.10.92
27 TV 3 Denmark 29.11.91
23 FilmNet 13.12.91 19.10.92
26 H.V.C. 22.01.92 31.08.93
22 MTV 10.04.92 30.09.94
28 CNNI 10.04.92
26 Sky Movies Gold 01.10.92
23 UK Gold 19.10.92
4 Quantum TV 07.12.92
26 TV Asia 08.12.92 16.12.93
30 Cinemanía 18.12.92
32 Documanía 18.12.92
29 n-tv 22.12.92
21 DSF 05.01.93
5 VOX 25.01.93
1 RTL 2 06.03.93
41 Discovery 01.07.93
42 Bravo 01.07.93
46 Nickelodeon 02.07.93
39 WDR 07.07.93
35 The Childrens Channel 12.07.93
45 BR 3 19.07.93
35 The Family Channel 24.07.93
43 MDR 12.08.93
64 RTL 5 12.08.93
63 FilmNet Central Europe 20.08.93
48 S 2 24.08.93
33 ZDF 27.08.93
42 H.V.C. 31.08.93 01.09.95
34 UK Living 01.09.93
41 C.M.T. 01.09.93 30.09.94
44 Galavision 01.09.93
38 QVC 16.09.93
37 Cartoon Network 17.09.93
37 TNT 17.09.93
27 TV Shop 08.11.93 31.01.96
23 What's in store 10.12.93 05.04.96
46 TV Asia 16.12.93 01.01.95
35 C.N.E. 22.12.93 15.09.94
36 Minimax 30.12.93
40 Cineclassics 31.12.93
47 Sky Sports 2 03.02.94
34 Chinese Channel 18.03.94 03.03.95
47 C.N.E. 15.09.94 23.10.95
22 VH-1 30.09.94
24 CMT Europe 01.10.94
41 The Learning Channel 01.10.94
49 Arte 01.01.95
49 Arte Caption 01.01.95 16.12.95
52 RTL 4 01.01.95
54 Zee-TV 01.01.95
59 Promo Tape 01.01.95
64 Quantum Thuiswinkel 01.01.95
47 World Health Network 12.01.95 01.08.95
55 Teleclub 13.01.95
50 NBC Super Channel 20.01.95 11.03.95
46 VH-1 Deutschland 24.02.95 30.10.95
54 The Chinese Channel 01.03.95
13 Super RTL 16.03.95
9 Kabel 1 07.04.95
34 Television-X 01.05.95
3 TV Shop 05.05.95
63 The Adult Channel 01.07.95
51 Veronica 01.08.95
53 SBS 6 01.08.95 01.05.96
60 Sky Movies Gold 16.09.95
26 The Disney Channel 01.10.95
47 The Christian Ch. Europe 01.10.95
53 Chinese News & Ent. 23.10.95
47 Sci-Fi-Channel 30.10.95
42 EBN 01.11.95
46 The Paramount Channel 01.11.95
47 Sky Soap 01.11.95
47 Sky Sports Gold 01.11.95
47 Sky Travel 01.11.95
47 The History Channel 01.11.95
42 Playboy TV 02.11.95
41 Regal Shop (41) 06.11.95 31.03.96
61 The Racing Channel 06.11.95
31 TV Shop 01.12.95 31.01.96
62 H.O.T. 15.12.95
49 Nickelodeon Deutschland 16.12.95
52 Regal Shop 01.01.96 25.01.96
50 CNBC 11.03.96
52 Cheltrading 93 01.04.96
57 SBS 6 30.04.96
53 The Racing Channel 01.05.96
53 Radio Nederland TV 01.06.96
Quelle: Infosat 07/96


Bildernachweis: SES-Astra, Steve Kaiser, ILS Launch Services, Arianespace, Boeing Satellite Systems, Betzdorf.lu

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